Eisen - ein wichtiges Spurenelement  
Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Es kommt im Organismus im roten Blutfarbstoff, im Muskeleiweiß und in zahlreichen Enzymen vor. Unser Körper verliert jeden Tag durch die Erneuerung der Magen-Darm-Schleimhaut Eisen. Bei Männern beträgt der tägliche Verlust etwa ein Milligramm Eisen; Frauen verlieren aufgrund der Menstruationsblutung etwas mehr, nämlich 1,5 Milligramm pro Tag. Mit einer ausgewogenen Ernährung wird dieses Defizit jedoch in der Regel wieder ausgeglichen. Der Tagesbedarf liegt bei Männern bei 10 mg und bei Frauen bei 15 mg. Er liegt deshalb so hoch, weil der Körper nur etwa 10 Prozent des Eisens aus der Nahrung aufnehmen kann.

Ein Erwachsener hat vier bis fünf Gramm Eisen im Körper. Das meiste - nämlich rund 70 Prozent - befindet sich im Hämoglobin, einem Eiweißstoff, der den roten Blutkörperchen ihre Farbe verleiht. Das Hämoglobin hat die Aufgabe den über die Lunge aufgenommenen Sauerstoff zu den Zellen zu transportieren. Wenn der Körper nun zu wenig Eisen hat, kann kein Hämoglobin gebildet werden; ohne Hämoglobin jedoch können die roten Blutkörperchen den Sauerstoff nicht zu den Zellen bringen.

Wie wirkt sich ein Eisenmangel aus?

Der Körper kann einen Eisenmangel über einen bestimmten Zeitraum kompensieren, allerdings treten in dieser Phase bereits Symptome auf:

  • brüchige Haare und Nägel
  • trockene Haut
  • Einrisse in den Mundwinkeln
  • Zungenbrennen

Wenn die Anzahl der sauerstofftragenden roten Blutkörperchen immer weniger wird, wird auch die Sauerstoffversorgung der Zellen immer schlechter. Verliert der Körper über längere Zeit Eisen kommt es zur Blutarmut (Anämie) mit den typischen Symptomen: Müdigkeit, Schwäche und Blässe.

Wie kommt es zu einem Eisenmangel?

  • Längerandauernde Blutungen
    Geschwüre im Magen-Darmtrakt, Hämorrhoidalblutungen oder starke Monatsblutungen führen zu einem Eisenverlust.
  • Zu geringe Eisenzufuhr
    Menschen, die keine tierischen Nahrungsmittel zu sich nehmen, haben oft einen erniedrigten Eisenspiegel. In pflanzlichen Nahrungsmitteln ist zwar genügend Eisen enthalten, jedoch liegt es in einer Form vor, die der Körper nicht verwerten kann.
  • Erhöhter Bedarf
    Während Schwangerschaft und Stillzeit ist der erhöhte Bedarf an Eisen in vielen Fällen nicht über die Nahrung auszugleichen. In diesem Falle ist die Einnahme von Eisentabletten nötig.

Tipps zur Vorbeugung

  • Mit einer gesunden, ausgewogenen Mischkost nimmt man normalerweise genügend von dem Spurenelement Eisen auf
  • Fleisch, Innereien sind die Hauptlieferanten für Eisen.
  • Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlicher Nahrung.

Was ist bei der Einnahme von Eisentabletten zu beachten?

  • Eisentabletten sollten am besten eine Stunde vor den Mahlzeiten auf nüchternen Magen eingenommen werden. Falls dies nicht vertragen wird, können die Tabletten auch zum Essen eingenommen werden.
  • Eisen kann unter Umständen zu Verstopfungen führen. Nehmen Sie deshalb nur die von Ihrem Arzt empfohlene Dosis ein.
  • Die Eisenaufnahme im Körper kann durch Vitamin C gesteigert werden.
  • Unter der Einnahme von Eisentabletten kommt es zu einer Schwarzfärbung des Stuhls; dies ist normal und nicht gefährlich.

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